Das Bildungsministerium in Russland will neue Wege gehen: schreiben die Schüler schlechte Noten, so wird dies nun als Hinweis auf „schwache pädagogische Arbeit“ gedeutet, den die Lehrer büßen müssen. So werden zur Strafe Gehaltsprämien gestrichen, die einen wesentlichen Teil der ohnehin mageren Bezüge ausmachen.
Was haltet ihr von dieser Idee? Bekommt man so die pädagogische Arbeit verbessert?
Natürlich nicht. Aber die Noten. Ist ja auch schon mal was wert.
Das kennen wir doch schon irgendwoher. Meines Wissens nach, mussten Lehrer in der ehemaligen DDR auch Rechenschaft ablegen, wenn ein Schüler die Klasse wiederholen musste.
Um die unangenehmen Fragen zu vermeiden wurden nicht wenige Schüler bis zum Abschluss mitgezogen, obwohl ihnen ein zweiter Anlauf mitunter bestimmt geholfen hätte.
Ein Hinterfragen der Zensuren ist sicherlich sinnvoll, aber einfach die Sanktionen auf die Lehrer zu verlagern kann nicht die Lösung sein.
ich glaube auch nicht, dass das funktionieren kann. Denn diese Lösung hat schon einen Schlupfwinkel in sich: einfach keine schlechten Zensuren mehr geben. Ob das Sinn von Bildung ist, wage ich doch zu bezweifeln.
Lieber dann gar keine Noten mehr und Anreize schaffen zum Lernen und Leisten.